Es trug sich zu im Jahre 1961, dass ein paar irrwitzige Zellen zu einem Puzzlespiel zusammenfanden, hier ein paar Gene klaubten und dort, um letztendlich ihr fertiggestelltes Werk im Januar des Folgejahres aus ihrem Baukasten in die Welt hinaus zu zwingen, ohne sich jemals Gedanken darüber zu machen, ob es dieser Absicht in seiner Ursprünglichkeit überhaupt zugestimmt hätte.

But yeah, whatever, Millionen anderen erging es wie mir. Da war ich also und hatte nicht die geringste Ahnung davon^^

Das Eintauchen in literarische und filmische Fantasiewelten war schon immer ein Teil meines Lebens oder besser gesagt – der Teil, der mich vor der Realität schützte und mich noch heute vor gewissen Abgründen bewahrt, zumindest zeitweise. Die ersten selbstgeschriebenen Geschichten entstanden irgendwann um das Ende des ersten, den Anfang des zweiten Jahrzehnts meiner Existenz. Besonders gut war ich im Ausdenken und Beginnen – die vielen unvollendeten Werke füllen mehrere Ordner und witzeln über mich, wenn ich nicht in der Nähe bin. Da bin ich mir sicher XD

Als das WWW Ende der 90er sein Netz über die Welt warf, verfing auch ich mich darin und meine Kreativität ver-virtualisierte. Online Tagebücher, Netzromane, Webschreibprojekte – so ging das alles los damals, Faultier-Blogs oder Baukasten-Websites noch lange nicht in Sicht – wir bastelten alles selbst mit handgemachtem HTML. Unter Abrakadabra auf CyberZauber kann man es ein wenig nachverfolgen^^ So datiert der Zenit meiner Veröffentlichungen zwischen 1997 und 2009 in den beiden Paralleluniversen RL und VR.

Einen vollständigen Roman zu schreiben, ein „richtiges“ Buch, war bis dato nur ein Traum, ein Vorhaben, das in die Tat umzusetzen ich für mein Leben zwar als geistige Blaupause abgespeichert hatte, aber noch nicht in die Tat umgesetzt. Bis ich mir schließlich ein fixes Datum setzte, einen ganz bestimmten runden Geburtstag. Und zu meiner Freude und inneren Befriedigung schaffte ich es. Ende Oktober 2011, knapp 3 Monate vor genau diesem Geburtstag, war ich so weit fertig, dass ich das Manuskript an diejenigen verteilen konnte, die sich unter Androhung von… begeistert bereit erklärt hatten, den undankbaren inspirierendenTestleserjob zu übernehmen.

Zu diesem Zeitpunkt hörte ich das erste Mal von NaNoWriMo, beschloss aber, nicht teilzunehmen, da ich mich gedanklich noch nicht von meiner Geschichte und ihren Protagonisten trennen mochte, solange ich das Buch noch überarbeitete. Das nächste Jahr ging ins Land, Testleser Feedback wurde be- und verwertet, und schließlich stand der nächste November vor der Tür. Diesmal wollte ich mitmachen bei diesem komischen Schreibwettbewerb, doch was sollte mein Thema sein? Irgendwann wurde mir klar, dass ich genügend Ideen für eine Fortsetzung hatte, was mir bis zu diesem Zeitpunkt gar nicht in den Sinn gekommen war. Ebensowenig wusste ich damals, dass der zweite Teil mit einem Cliffhanger enden würde, weil die Geschichte noch einen dritten Band benötigte, um zu Ende erzählt werden zu können. Und so geschah es, dass ich meine sämtlichen NaNoWriMo-Teilnahmen (die ich immer gewann = mindestens 50k Wörter schrieb) für die beiden Crystal Transfer-Fortsetzungen nutzte sowie die bisher letzte in 2017 für die Finalisierung der Trilogie. NaNoWriMo 2018 wird der erste November seit vielen Jahren, in dem es NICHT um Crystal Transfer geht, sondern um eine ganz neue Story^^

Mit dem Self-Publishing meiner drei Bücher erfülle ich mir nun einen Traum und ob dieser auch anderen gefällt, ist nicht wichtig. Sollte es so sein, so wird es mich freuen, sollte es nicht so sein, muss ich es nicht wissen^^ Es war und ist MEIN Traum und die Freude über seine Erfüllung werde ich mir sicher nicht nehmen lassen 🙂

S. Halcón